Klimaschutzbürger - Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Steinfurt erproben, wie Klimaschutz im Alltag funktioniert

Klima-Bündnis
Steinfurt ist Mitglied im Klima-Bündnis Referenzprojekt

Projektfotos

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Position

Informationen

Beschreibung:

23 Haushalte aus dem Kreis Steinfurt erprobten im Rahmen des Projekts „Klimaschutzbürger“ klimafreundliches Handeln im Alltag. Zentrale Themen des Projektes waren die Fragen, wie die persönliche CO2-Bilanz reduziert werden kann und welche Rahmenbedingungen den Bürgerinnen und Bürgern ein klimafreundlicheres Handeln erleichtern würden. Die Haushalte erarbeiteten im Rahmen von Austauschtreffen zu den Themenbereichen Ernährung & Konsum, Mobilität sowie Energiesparen& Wohnen Maßnahmen zu klimabewussterem Verhalten und zur Reduzierung der persönlichen CO2-Bilanz. In Praxisphasen erprobten die Haushalte die erarbeiteten Maßnahmen und dokumentieren die dabei gemachten Erfahrungen.


EnergieeffizienzEnergieeinsparungKlimagerechtigkeitMobilität allgemeinmotorisierter Individualverkehr (MIV)ÖPNVRadverkehrregenerative Energieerzeugung
BürgerbeteiligungÖffentlichkeitsarbeitSchulung / (Weiter)BildungVernetzung
BürgerInnen
SDG 04: Hochwertige BildungSDG 12: Nachhaltiger Konsum und ProduktionSDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Projekt

Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Umsetzung

 

Es liegen keine näheren Informationen vor

2013-2014
Der Kreis Steinfurt hat das Projekt im Rahmen des Förderprogramms "Masterplan 100% Klimaschutz" (Förderanteil 80%) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit umgesetzt und finanziert.
Um die verschiedenen Blickwinkel auf den Themenbereich Suffizienz & Nachhaltige Lebensstile in dem Projekt „Klimaschutzbürger“ berücksichtigen zu können, wurde als wissenschaftliche Begleitung eine Expertenrunde aus Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Fachbereichen zusammengesetzt.
Mitglieder der Expertenrunde: Prof. Dr. Nina Michaelis (FH Münster, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkt Nachhaltige Ökonomie ), Prof. Dr. Jan Jarre (FH Münster, Fachbereich Ökotrophologie) und Dr. Oliver Stengel (bis Februar 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wuppertal Instituts und jetzt an der Hochschule Bochum tätig, Forschungsschwerpunkt Suffizienzstrategien). Die Expertenrunde übernahm die Aufgabe, ihr Fachwissen aus den Fachbereichen einzubringen sowie bei der Erstellung von Arbeitsmaterial und der Auswertung von Ergebnissen unterstützend tätig zu werden.
Neben der Expertenrunde konnten die vier kreiszugehörigen Städte Emsdetten, Greven, Ibbenbüren und Rheine als Multiplikatoren für das Projekt gewonnen werden.
Die teilnehmenden Haushalte erhielten viele Tipps und erarbeiteten gemeinsam klimafreundliche Maßnahmen für die drei Bereiche Ernährung & Konsum, Mobilität und Energiesparen & Wohnen: So wurde beim Einkauf auf saisonale und regionale
Lebensmittel geachtet, Alltagserledigungen mit dem Fahrrad statt dem Auto erledigt und mit Strommessgeräten die Stromfresser im Haushalt aufgespürt.
Durch den Einsatz des CO2-Rechners war es möglich, messbare Erfolge bei der Reduzierung der persönlichen CO2-Bilanzen der teilnehmenden Haushalte vorzuweisen. So konnten die Haushalte sehen, welche unmittelbaren Auswirkungen die Veränderungen im Alltag auf den CO2-Ausstoß bewirken konnten.
Zudem sind die vielen Erfahrungen, die die Teilnehmer während des Projektes dokumentiert haben sowie die Anregungen und Forderungen bzgl. der Rahmenbedingungen, die in Zukunft ein klimafreundlicheres Leben erleichtern wurden, wertvoll für die zukünftige Arbeit des Kreises Steinfurt im Themenfeld Suffizienz.
Von besonderem Interesse für den Kreis Steinfurt sind die Antworten hinsichtlich der Frage, welche Instrumente oder Angebote den Haushalten in Zukunft klimabewusstes Handeln erleichtern würden, zum Beispiel: Eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, eine bessere Radinfrastruktur und eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindungen sowie eindeutigere, detailliertere Herkunftsangaben auf Produkten.
Neben diesen Wünschen und Forderungen an Politik und Industrie reflektierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber auch die persönliche Wirkung und fragten sich: Was kann ich bei mir persönlich ändern? Welche Anschaffungen würden mir klimabewusstes Verhalten erleichtern? Unter den Antworten fanden sich viele kleine und einfach umzusetzende Maßnahmen mit nachhaltiger Wirkung, zum Beispiel: einen Fahrradkorb für Einkäufe anzuschaffen, die gelernten Tipps als Erinnerung gut sichtbar zuhause aufzuhängen oder Beratungsangebote, z. B. eine Energieberatung, in Anspruch zu nehmen.
Außerdem wagten die Klimaschutzbürger-Haushalte einen Blick in die Zukunft: Ein Großteil der Haushalte hält eine weitere Zunahme des klimabewussten Verhaltens um mehr als 10% bis 30 % in den Bereichen Ernährung & Konsum, Mobilität und Energiesparen & Wohnen innerhalb der nächsten zehn Jahre für möglich!

Geographische Angaben

 

Tecklenburger Str. 10

48565 Steinfurt
433.820
Ja
Kreis Steinfurt
Nordrhein-Westfalen

Ansprechpartner

 

Frau Claudia França Machado
claudia.franca.machado at kreis-steinfurt.de
0049 (0) 2551 69 2122
Projektkoordiantorin