Bildung - Bürger - Kirchen: mitwirken und voneinander lernen beim Klimaschutz und der Klimaanpassung

Klima-Bündnis
Hamm ist Mitglied im Klima-Bündnis Referenzprojekt

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Position

Informationen

Beschreibung:

Die Stadt Hamm bekennt sich zum Klimaschutz, ist seit mehr als 20 Jahren Mitglied im kommunalen Klimabündnis und hat über viele Jahre hinweg Maßnahmen umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung e.V. werden Projekte von und mit Bürgerinnen und Bürgern initiiert und umgesetzt, die zum Teil weit über den kommunalen Rahmen hinausgehen und für weltweite Problemstellungen sensibilisieren.

Klimaschutz positiv zu besetzen und dadurch eine Verstetigung des Klimaschutzes in der Bevölkerung erreichen, ist die Zielsetzung der hier vorgestellten Projekte. Auf diesem Weg kann auch die regionale Wertschöpfung gesteigert und neue Identitäten geschaffen werden. Auf dieser Basis sind auch Maßnahmen zur Klimaanpassung leichter umzusetzen.
Die Einbindung des Forums für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE, Bündnis von ca. 50 gesellschaftsrelevanten Organisationen) hilft dabei, die Beteiligungsprozesse von Bürgerinnen und Bürgern auszubauen und Klimaschutz positiv zu besetzen. Es wird deutlich: Klimaschutz bedeutet kein Verzicht sondern bietet neue Chancen. Insbesondere die Schwerpunkte Bürger, Bildung und Kirchen werden in die Klimaschutzthematik einbezogen.
Es konnten verschiedene Projekte entwickelt und umgesetzt werden. Der Fokus richtet sich nicht nur auf innerstädtische Belange, sondern greift auch globale Themen und Entwicklungen auf, um einerseits zu helfen und zu unterstützen, andererseits aber auch voneinander zu lernen. Dabei können Erfahrungen und Anpassungsstrategien aus anderen Ländern genutzt werden, die die Folgen des Klimawandels wesentlich intensiver erleben müssen.
Es konnte ein Bündel von Projekten initiiert und umgesetzt werden, die oftmals intensive Beteiligungsprozesse mit Bürgerinnen und Bürgern bzw. Organisatoren erforderten:

Klimaschutz durch Konsum

• FUgE- Weltladen mit Verkauf fair gehandelter Waren und vielfältigen Aktionen
• Jährlicher Eine Welt- und Umwelttag mit lokalen Akteuren, die sowohl vor Ort aber auch in aller Welt tätig sind
• Auszeichnung als Fairtrade Town
• Ausstellungen: Klima wandeln – fair und regional handeln, Klima wandelt (zum weltweiten Klimawandel)
• Sensibilisierungskampagne Klimaschutz zum Weihnachtsmarkt 2015
• Regelmäßiges Streuobstwiesenprojekt/ Hammer Apfelsaft
• Fair-o-mat (Fair gehandelte Produkte ohne Strom und Kühlung im Automaten – bislang Marienschule (Auszeichnung als nachhaltige Schule vom Bistum Paderborn) und Zentralbibliothek)
• Informationen zum ökologischen Fußabdruck mit Aufzeigung von Möglichkeiten zur Treibhausgasverringerung
• Klimakochbuch und Veranstaltung Klimaschutz im Kochtopf
• Initiierung eines Gemeinschaftsgartens als Resultat von Klimaworkshops
• Coffee to go – Becher aus Bambus (3 Jahre haltbar, recyclebar)

Klimaschutz lernen – Weltweite Beispiele in Hamm
• Multivision „Klima & Energie“ unter Beteiligung von vier Schulen (ca. 450 Schüler)
• Monatlicher Klangkosmos (Weltmusik),Regenwaldkonzert
• Papierprojekt mit Fokus auf die Sensibilisierung von Schülern, Infostände bei Veranstaltungen. Die Stadt hat beim Papieratlas 2015 bundesweit den 6. Platz erreicht.
• Vorträge mit Referenten (Neu-Bürgern) aus den jeweiligen Ländern (Philippinen, Mosambik, Kamerun)
• Hochzeitswaldanlage in der Partnerstadt Chattanooga (Wedding Forest) nach Hammer Beispiel
• Tiere in ihren afrikanischen Lebensräumen für Kinder in Kooperation mit dem städtischen Tierpark

Energie
• Energiesparen in Schulen und Kindertagesstätten
• Fortbildung zum Energiesparen am Arbeitsplatz
• Solaranlagen auf Schulgebäuden und Jugendzentren z.B. Waldorfschule
• Stromsparcheck der Caritas/ Kath. Sozialdienst
• Energieberatung



Mobilität
• Projekt „1 Jahr ohne Auto“
• Erstellung einer Wanderausstellung 'Hamm klimafreundlich mobil'
• Jährliche Klimaschutzkampagnen zum Verkehr wie z. B. Frühlingsfest mit Klimameile, Sattelfest, Stadtradeln, Verkehrswoche, Bahnhofsfest usw.
• Themenbezogene Radtouren des ADFC
• Klimaaktionen im Rahmen des „Ferienspaßes“
• Autofasten mit finanzieller Projektunterstützung (z.B. Solarleuchten auf den Philippinen, Fahrräder für Grundschulen)
• Großveranstaltungen mit kostenlosem ÖPNV
• Mobil.pro.fit

… und anderes mehr.


EnergieeffizienzEnergieeinsparungEnergieversorgungEntsorgung / RecyclingKlimagerechtigkeitmotorisierter Individualverkehr (MIV)ÖPNVRadverkehrregenerative EnergieerzeugungSuffizienz / Nachhaltigkeit
BürgerbeteiligungKampagneÖffentlichkeitsarbeitOrganisatorische MaßnahmeSchulung / (Weiter)BildungVernetzungWettbewerb
BürgerInnenEnergieversorgungsunternehmen (EVU)GewerbeHaushalteImmobilieneigentümerKinder und JugendlicheVerkehrsunternehmen / -betriebe

Projekt

Klimaschutz in Hamm

Umsetzung

 

Es liegen keine näheren Informationen vor

Neben Haushaltsmitteln auch eine finanzielle Unterstützung durch Finanzmittel des Klimastabs, Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Evangelischer Kirchenkreis, Spenden (z. B. beim eintrittsfreien Klangkosmos in einer Jugendkirche)
Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) mit seinen Mitgliedsorganisationen.
Klimaschutz kann nur gemeinsam gelingen. Es macht keinen Sinn, einfach Aktivitäten anderer Kommunen zu kopieren. Es muss vielmehr der eigene Weg im Einklang der Bürgerschaft gefunden werden. Hierzu bedarf es neben Geld und Aktivisten/ Multiplikatoren insbesondere auch mannigfaltiger Netzwerke innerhalb einer Kommune und darüber hinaus. Die Ansprache von Zielgruppen, die Auslotung von jeweiligen Interessen, die Evaluierung durchgeführter Veranstaltungen/ Ursachenerhebung und die persönlichen Rückmeldungen sind Erfolgsfaktoren. Dabei muss man sich auf neue Kommunikationsformen (z. B. Medien, Soziale Netzwerke) einlassen, oftmals auch einen ""langen Atem"" haben und sich durch Rückschläge nicht entmutigen lassen. Erfolgversprechend ist es, den Klimaschutz positiv zu belegen, die Vorteile für die Teilnehmer hervorzuheben und diese auch mit anderen Themen (z. B. Gesundheit, Sport, Naturschutz, Technik, Selbstverständlichkeit, Gemeinschaft, Outfit) zu verknüpfen. Sehr interessant ist es, wenn dann beispielsweise ""junge Umweltprofis"" auf ihre Eltern zugehen und diese zu einem klimafreundlichen Verhalten motivieren.

Geographische Angaben

 

Theodor-Heuss-Platz 16

59065 Hamm
179.921
Ja
Hamm
Nordrhein-Westfalen

Ansprechpartner

 

Herr Klaus Lindner
lindnerk at stadt.hamm.de
02381/ 17-7115
Umweltamt, Umweltplanung