Ideenwettbewerb Klimaschutz

Klima-Bündnis
Frankfurt am Main ist Mitglied im Klima-Bündnis Referenzprojekt

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Informationen

Beschreibung:

Das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main hat 2015 erstmalig einen Ideenwettbewerb Klimaschutz ausgelobt. Gesucht wurden Startups, die innovative Ideen im Bereich Klimaschutz entwickelt haben. Die Ideen sollten einen direkten Bezug zum Masterplan 100% Klimaschutz der Stadt Frankfurt am Main aufweisen und wurden darüber hinaus auf Basis der folgenden Kriterien bewertet:

(1) CO2-Einparungen
(2) Innovationspotential (technologisch und sozo-ökonomisch)
(3) Umsetzbarkeit innerhalb von 9 Monaten
(4) Wirtschaftlichkeit
(5) Übertragbarkeit/Skalierbarkeit.

Die fünf Gewinner des Ideenwettbewerbs erhielten insgesamt 110.000 Euro (jeweils 10.000 bis 20.000 Euro), um ihre Vorhaben innerhalb von neun Monaten in Frankfurt umzusetzen. Die folgenden Ideen haben sich im Rahmen des Wettbewerbs durchgesetzt:

(1) "Teilweise Umstellung des innerstädtischen Lieferverkehrs mit Hilfe von e-Lastenrädern"
Das innovative an der Idee liegt in der Entwicklung einer Onlineplattform, welche die Bestellung beim lokalen Einzelhandel ermöglicht. Geliefert wird dann klimafreundlich mit dem e-Lastenrad.
(2) "Kommunikationskampagne e-Transformers"
Im Rahmen des Projekts werden ca. 2 m große Aufsteller, die Superhelden darstellen, entwickelt, die als positive Leitbilder dienen (z. B. der nachhaltige Konsument). Mit Hilfe von begleitenden Themenkoffern werden darüber hinaus vertiefende Infos visuell aufbereitet und attraktiv vermittelt. Dadurch soll das Thema Klimaschutz einmal anders transportiert und somit Zielgruppen erreicht werden, welche bis jetzt oft außen vor blieben.
(3) "Mieterstrommodell"
Ein Startup aus Kassel führt in Frankfurt ein Pilotprojekt durch, im Rahmen dessen die Mieter eines Mehrparteienhauses den Strom von ihrem eigenen Dach beziehen. Insbesondere in Frankfurt spielt das PV-Potential im Rahmen der Erreichung der Klimaschutzziele eine zentrale Rolle.
(4) "Promotion Kampagne 2proAuto der Firma flinc"
Der Kampagne bewirbt PKW-Fahrgemeinschaften, da diese eine enorme positive Auswirkung in Form von Emissionsreduzierungen mit sich bringen. Im Durchschnitt befinden sich derzeit lediglich 1,2 Personen in jedem Auto. Die Kampagne spielt insbesondere in Frankfurt aufgrund der hohen Anzahl von Pendlern eine enorme Rolle und soll speziell die Entlastung des städtischen Verkehrs bewirken.
(5) "Klimagourmet Kochkurse"
Im Rahmen des Projekts werden klimafreundliche Kochkurse konzipiert sowie ein Handbuch erstellt, welches es ermöglicht auch ohne Fachwissen entsprechende Kurse in Schulen und anderen Einrichtungen durchzuführen.


EnergieeffizienzEnergieeinsparungMobilität allgemeinmotorisierter Individualverkehr (MIV)
Wettbewerb
BürgerInnenGewerbeHaushalteIndustrie

Projekt

Ideenwettbewerb Klimaschutz

Umsetzung

 

Es liegen keine näheren Informationen vor

September 2015 - September 2016
Das Ziel des Projekts ist es, das kreative Potential von Startups zu nutzen, um die Klimaschutzziele der Stadt Frankfurt realisieren zu können. Die Stadt Frankfurt am Main kann nur eine sehr begrenzte Anzahl von Maßnahmen selber initiieren bzw. durchführen (z. B. Infrastrukturmaßnahmen). Darüber hinaus ist es zwingend notwendig, auch andere Akteure einzubinden, die kreative Lösungen entwickeln und dabei eher unkonventionelle Wege gehen. Dies stärkt die Akzeptanz für das Thema und zeigt darüber hinaus Wege auf, wie Akteure aus der Wirtschaft durch die Entwicklung von innovativen Klimaschutzlösungen an diesem Prozess teilhaben können. Klimaschutz soll nicht als Bedrohung für die lokale Wirtschaft verstanden werden, sondern als Chance für ebendiese, auch langfristig und nachhaltig bestehen zu können.
Das Projekt wurde durch im Rahmen eines europäischen Städteprojekts ("Transition Cities") durchgeführt und finanziert. Darüber hinaus hat die Stadt Frankfurt am Main das Projekt mit 10.000 Euro bezuschusst.
Im Rahmen des Projekts hat das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt sowie dem Energiepunkt e. V. kooperiert. So hat sowohl die Wirtschaftsförderung als auch der Energiepunkt e. V. einen Vertreter für die dreiköpfige Jury des Ideenwettbewerbs gestellt.
Die Erfolgsfaktoren bestehen primär darin, sich auf andere Lösungen und Sichtweisen einzulassen. Oft sind diese insbesondere in Kommunen stark festgefahren (""Wir wissen doch selbst, wie das geht""). Ein weiterer Erfolgsfaktor ist sicherlich die Kommunikation rund um den Ideenwettbewerb. Nehmen der Bewerbung in unseren Netzwerken, habe wir sowohl in regionalen als auch in nationalen Print- und Onlinemedien Anzeigen zum Ideenwettbewerb geschaltet.
Die größte Herausforderung besteht sicherlich in der langfristigen Finanzierung eines solchen Wettbewerbs. Wir sind derzeit damit beschäftigt, die Möglichkeit der Finanzierung durch einen Klimaschutzfonds zu evaluieren. Die Idee wäre hierbei, dass verschiedenen lokale Akteuren in einen Fonds einzahlen, aus welchem die Finanzierung der Startups erfolgt.

Geographische Angaben

 

Adam-Riese-Straße 25

60327 Frankfurt am Main
727
Ja
Frankfurt am Main
Hessen

Ansprechpartner

 

Herr Max Weber
max.weber at stadt-frankfurt.de
069 212 39184
Energiereferat