Film „Count Down am Xingu V“ auf Tour im Saarland

Saarbrücken ist Mitglied im Klima-Bündnis Referenzprojekt

Projektfotos

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Copyright: NES e.V.
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Position

Informationen

Beschreibung:

In der Zeit vom Mitte September bis Ende November 2018 bot das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) e.V. zusammen mit unterschiedlichen Partnern in jedem saarländischen Landkreis ein oder gar mehrere kostenlose Filmabende zum Dokumentarfilm „Count-Down am Xingu V“. Der Film schaut hinter die Kulissen beim Bau des Mega-Staudamms Belo Monte am Amazonasfluss Xingu in Brasilien. Um ihn ranken sich Korruptionsskandale, Umweltzerstörung, der Staudammwahn multinationaler Konzerne und massive Rechteverletzungen an der indigenen Bevölkerung.

Die Filmtour bot die Gelegenheit, sowohl verschiedene Kommunen wie auch lokale Organisationen in die Organisation der Filmabende einzubinden. So konnten als Kooperationspartner unter anderem die Landeshauptstadt Saarbrücken, die Gemeinde Nalbach und die Stadt St. Ingbert sowie auch Greenpeace St. Wendel, der BUND Saar, die Katholische Kirche Neunkirchen, der Weltladen St. Ingbert, die KEB Saarpfalz-Kreis, die Bürgerinitiative Forum Nalbach, der Eine Welt-Regionalpromotor Saarland Ost und das Organisationsteam des Saarbrücker Solidaritätsbasar gewonnen werden.

Nach jeder Vorführung, die entweder in lokalen Kinos oder auch in sonstigen Räumen stattfand, wurde die Gelegenheit zur Diskussion geboten. Über die verschiedenen Kooperationspartner hinaus konnten auch weitere interessante Gäste zu den Diskussionen eingeladen werden, wie etwa der saarländische Europaabgeordnete Jo Leinen, der Leiter der Abteilung Energie-, Industrie- und Dienstleistungspolitik im Saarländischen Wirtschaftsministerium, eine Referentin des Schwerpunkts Schöpfung des Bistums Trier oder auch Vertreter der Organisation attac Saar. Diese verschiedenen Gesprächspartner*innen und die vielen Facetten des Films ermöglichten, bei jeder Diskussion unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen – so ging es mit attac Saar vor allem um das Thema Globalisierung, mit dem BUND Saar und dem Wirtschaftsministerium ging es um die Umweltaspekte im Film und die hiesige Energiegewinnung, kirchliche Akteure sprachen über die Rolle der katholischen Kirche und die geplante Amazonas-Synode, mit dem Europaabgeordneten ging es um die Rolle und Verantwortung Europas, der Eine Welt-Promotor konzentrierte sich auf entwicklungspolitische Aspekte usw... Zum Abschluss der Tour wurde dann noch der Filmregisseur Martin Keßler eingeladen.

Zum Film:

Am Amazonasfluss Xingu in Brasilien entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt: Belo Monte. Das größte Bauprojekt Brasiliens, über 10 Milliarden Euro schwer. Der Mega-Staudamm soll Strom für den wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens liefern. Und den Rohstoffhunger der Welt. So die offizielle Version.

Doch hinter den Kulissen tobt ein erbitterter Kampf: Menschenrechtler, Umweltschützer und die indigene Bevölkerung protestieren. Dutzende Gerichtsverfahren laufen. Währenddessen werden viele Hektar Urwald gerodet, Indigene und Fischer vertrieben, 40 000 Menschen zwangsumgesiedelt – und milliardenschwere „Extraprofite“ fließen in die Taschen von Baufirmen und Politiker. Auch europäische Weltfirmen wollen kräftig mitverdienen. „Ohne Korruption wäre Belo Monte nicht gebaut worden“, sagt der katholische Bischof Erwin Kräutler. „Alles gegen das Gesetz“, so die zuständige Staatsanwältin. Und der Konflikt geht weiter. 150 weitere Staudämme sollen im Amazonasgebiet gebaut werden.

Die weltweit einzigartige dokumentarische Langzeitbeobachtung von Regisseur Martin Kessler bietet einen Einblick in den facettenreichen Konflikt um Großstaudämme im Amazonasgebiet – und zeigt globale Zusammenhänge auf.


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Mitte September bis Ende November 2018

Geographische Angaben

 



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178.151
Nein
Saarland
Saarland

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0681-938 5235
Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V.